HERKUNFT


Die Terrinen und Deckeldosen in Hohen Luckow sind Produkte aus über 60 Werkstätten in 15 Ländern Europas. Sie dokumentieren eindrucksvoll das dichte Netz der Fayencemanufakturen und Zinnhersteller im 18. Jahrhundert. Die meisten Gefäße entstanden in Deutschland. Im Rokoko existierten hier allein auf dem Gebiet der Fayence etwa 80 „Fabriquen“ von denen viele in dieser Sammlung vertreten sind. Namentlich herausgegriffen werden sollen: Kiel, Stralsund, Schleswig, Braunschweig, Magdeburg, Dresden, Dorotheental, Nürnberg, Bayreuth, Höchst, Durlach, Ludwigsburg, Schrezheim und Augsburg.

Zu den deutschen Gefäßen kommen Beispiele aus wichtigen Ländern der Fayenceherstellung wie Italien, dem Ursprungsland der europäischen Majolikaproduktion, Frankreich, den Niederlanden und dem skandinavischen Raum mit Beispielen aus Schweden. Exemplarisch zu nennen sind Orte wie Faenza und Nove südlich der Alpen, die französischen Städte Straßburg, Sceaux, Lunéville, Moustiers und Marseille sowie Delft und Brüssel, Proskau und Holitsch. Auch aus geografisch abgelegenen Städten wie dem schwedischen Marieberg und Rörstrand, Alcora in Spanien, Porto in Portugal und dem ungarischen Tata sind Objekte in der Sammlung zu sehen.

Durch die Konzentration auf einen Gefäßtypus, lassen sich die regionalen Besonderheiten, Ähnlichkeiten und Unterschiede bestens studieren. Die historische Europakarte gibt einen guten Überblick über die in Hohen Luckow vertretenen Manufakturen.




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